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Freitag, 23. Oktober 2009 - 11:47 Uhr
Personenspürhunde der Polizei in Rheinland-Pfalz

Super !! Verstärkung bei der Vermisstensuche in RLP !

Polizei (Pressebericht)
Bruch: Polizei hat erstmals Personenspürhunde ausgebildet
Innenminister Karl Peter Bruch stellte heute drei spezielle Diensthunde, so genannte „Personenspürhunde“, der Polizei Rheinland-Pfalz offiziell vor. Erstmals seit Bestehen des Diensthundewesens hat die Polizei Rheinland-Pfalz so genannte Personenspürhunde (PSH) ausgebildet. Dafür wurden drei Welpen der Rasse „Bayerischer Gebirgsschweißhund“ aus verschiedenen Zuchten angekauft. „Die Hunde sind in der Lage, der Geruchsspur eines Menschen auch über weite Entfernungen zu folgen. Da die Zahl der vermissten und oft hilflosen Personen, in vielen Fällen demente Senioren oder kleine Kinder, ständig zunimmt, haben wir nun größere Chance, die Menschen schnell zu finden“, so der Minister.

Denn für die Suche in Siedlungsgebieten mit versiegelten Böden (Pflaster, Asphalt) seien die herkömmlichen Schutz- und Fährtenhunde (SFH) der Polizei nicht geeignet. Sie brauchen dafür biologisch „lebendige“ Böden (Wiese, Wald). „Die Suche nach vermissten Personen sowie nach flüchtigen Straftätern erstreckt sich allerdings häufig auf Siedlungsgebiete mit versiegelten Böden“, erklärte Bruch. Bisher sei die Polizei auf Personenspürhunde privater Halter oder gemeinnütziger Organisationen (z.B. Rettungshundestaffeln) angewiesen. „Das kam für die Verfolgung von Straftätern aber nicht in Frage. Die Hunde waren natürlich nicht uneingeschränkt ad hoc verfügbar und mussten teils über weite Strecken herangeführt werden. Hier mussten wir eine bessere Lösung finden“, sagte Bruch.

Im August 2007 wurde der Auftrag an die Diensthundeausbildungsstelle in Enkenbach erteilt, zunächst drei Personenspürhunde für die Polizei auszubilden. Die Ausbildung wurde auf zwei Jahre veranschlagt und als Pilotprojekt angelegt. Für die Hunde benannten die Polizeipräsidien Mainz, Koblenz und Trier erfahrene Diensthundeführer. Diese führen den Personenspürhund seither als „Zweithund“ neben ihrem regulären Diensthund.

Nach Abschluss der zweijährigen Grundausbildung und erfolgreicher Prüfung der Personenspürhunde befinden sie sich nun in der Einsatz-Gewöhnungsphase. Während dieser mehrmonatigen Phase werden die drei Teams nach Möglichkeit noch gemeinsam in den Einsatz geführt, um sich bei Bedarf gegenseitig zu ergänzen. Die Anforderungen nehmen von Einsatz zu Einsatz zu. Der Erfahrungsschatz und die Sicherheit der Hunde in der Aufgabenerfüllung werden kontinuierlich auf- und ausgebaut. Erste Einsatzerfolge konnten bereits erzielt werden.

Im Unterschied zu den herkömmlichen Schutz- und Fährtenhunden der Polizei gelten für die Personenspürhunde völlig andere Einsatz-Kriterien:

* Für den Einsatz des Personenspürhundes muss der letzte Aufenthaltsort des Gesuchten bekannt sein.
* Der Personenspürhund benötigt einen Identifikations-Gegenstand, um den Geruch der gesuchten Person aufnehmen zu können.
* Die Spur sollte nicht zu frisch, sondern bereits mehrere Stunden alt sein (optimal: ab 6 Stunden).
* Die Bodenbeschaffenheit ist für die erfolgreiche Verfolgung der Spur ohne Bedeutung.
* Die Spur kann durchaus mehrere Tage, unter günstigen Umständen sogar 2 bis 3 Wochen alt sein.
* Der Personenspürhund folgt der Geruchsspur, die nicht zugleich die Laufspur des Gesuchten sein muss.
* Der Personenspürhund zeigt zurückgelassene Gegenstände des Gesuchten nicht an.
* Der Personenspürhund arbeitet immer auf die gesuchte Person zu, nie in Gegenrichtung.

Der Erfolg der Suche ist unter anderem von Witterungseinflüssen abhängig. Der Personenspürhund erhält keine Ausbildung zum Schutzhund; er ist für eine Konfrontation mit einem Störer oder Straftäter nicht geeignet. „Die Ausbildung der ersten Personenspürhunde der Polizei Rheinland-Pfalz war als Pilotprojekt angelegt. Über die Fortsetzung entscheiden im Wesentlichen die im Einsatz gewonnenen Erfahrungen. Sollten diese positiv sein, können im zweiten Schritt auch die Polizeipräsidien Rheinpfalz und Westpfalz mit Personenspürhunden ausgestattet werden“, stellte der Minister in Aussicht.
Datum: 21.10.2009

Samstag, 26. September 2009 - 14:44 Uhr
Herzlichen Glückwunsch !

Unsere beide Hundeführerinnen Sabine mit "Hündin Maya" und Jessica mit "Hündin Tara" haben am 13.09.2009 Ihre 1. Mantrailer-Prüfung (Level 1) bestanden ! Die ganze Staffel gratuliert zu der tollen Leistung !!

Mittwoch, 16. September 2009 - 12:22 Uhr
Tolle Leistung der Kollegen vom ASB !

16. September 2009
ASB-Rettungshund findet schwerverletztes Mädchen


Schon so oft hat Christo, ein Australian Cattle Dog, mit seiner Besitzerin Birgit Oschmann das Aufspüren und Finden von vermissten Menschen trainiert. Diesmal ging es jedoch um eine echte Suche, bei der das Leben eines Menschen auf dem Spiel stand: Am Montag den 14. September, kurz vor Mitternacht, war die Hattinger Rettungshundestaffel des ASB Ruhr von der Polizei alarmiert worden. Ein neunjähriges Mädchen aus Velbert war nach dem Besuch einer Hausaufgabenbetreuung nicht nach Hause gekommen. Die besorgten Eltern riefen die Polizei, die noch am Abend eine Suchaktion startete. Mit Wärmebildkameras und Scheinwerfen versuchten sie, das Kind zu finden - jedoch vergeblich.



Die Spürhunde und ihre Führer begannen damit, das Gelände abzusuchen, wo das Mädchen die Hausaufgabenbetreuung besucht hatte. „So eine Situation ist immer sehr komplex“, erklärt Peter Haase, Leiter der ASB-Rettungshundestaffel: „Es ist dunkel, keiner weiß, welchen Weg die gesuchte Person genommen hat oder ob das überhaupt die richtige Stelle für die Suche ist.“



Auch der vierjährige Australian Cattle Dog Christo war mit seiner Führerin Birgit Oschmann in Velbert dabei. Er ist ausgebildet in der Flächensuche. Das heißt, er braucht keinen individuellen Geruch – etwa durch ein Kleidungsstück – des Vermissten. Christo ist so trainiert, dass er auf einem Gelände nur nach menschlicher Witterung sucht. Dabei darf er sich nicht von anderen Hunden, Tieren oder von anwesenden Polizisten und Hundeführern ablenken lassen.



Schon nach 15 Minuten wurde Christo unruhig, lief immer wieder zu einem Kanaldeckel und führte Birgit Oschmann so zum Fundort. Er hatte das Kind gefunden, das dann so schnell wie möglich geborgen und in ein Krankenhaus gebracht wurde. „Natürlich hoffen wir bei jedem Einsatz, den Menschen zu finden, der vermisst wird und vielleicht sogar ein Leben zu retten“, sagt Peter Haase, „aber dass ist leider nicht immer der Fall, und dass es so schnell ging, ist schon ungewöhnlich. Wir sind sehr froh darüber, dass wir das Kind rechtzeitig gefunden haben.“ Für den Leiter der Rettungshundestaffel, die seit 2005 besteht, sind solche Erfolge nur möglich, wenn alle im Team - Hunde und Menschen - gut zusammenarbeiten.



Das verletzte Mädchen schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wäre es gestorben, wenn der Rettungshund Christo nicht so eine gute Nase gehabt hätte.


Donnerstag, 3. September 2009 - 19:14 Uhr
Mantrailer in Rheinland-Pfalz

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. stellt in Rheinland-Pfalz nun 4 geprüfte Einsatzteams für die Personen- / Vermisstensuche zur Verfügung !

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