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 | Was ist Geruch ? |
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Wie entsteht eigentlich Geruch ?
Der Mensch besteht aus mehreren Billionen von Zellen die sich ständig erneuern. Die Lebensdauer der Zellen ist dabei sehr unterschiedlich ist. Sobald Zellen absterben. werden sie vom Körper ausgeschieden z.B durch Schweiß, durch die Atmung und durch abstossen von Hautpartikeln (pro Tag ca. 14,7 gr). Das was man riecht sind die Stoffwechselprodukte des Individuums bzw. der Bakterien auf den Hautschuppen, die jeder Mensch ständig verliert und die jeden Menschen wie eine Wolke umgeben. Diese Stoffwechselprodukte kann der Hund geruchlich wahrnehmen.
Warum riecht nicht jeder Mensch gleich ?
Der spezielle, individuelle Geruch hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehört hauptsächlich und vorrangig der eigene Stoffwechsel. Dieser wird von einer ganzen Reihe anderer Dinge beeinflusst, z. B. der aufgenommenen Nahrung, Bakterien auf der Haut, Krankheiten und eine Vielzahl mehr. Diese unterschiedlichen Zusammenstellungen sorgen dafür, dass jeder Mensch unterschiedlich riecht. Pflegeprodukte oder Parfüm können diesen Eigengeruch nicht überdecken !!
Wie „verhält“ sich Geruch?
Geruch ist abhängig von den Körperzellen (z.B. Hautschuppen) die vom Körper ständig abgestossen werden. Diese produzieren den Geruch, auch wenn sich eine Person nicht mehr in unmittelbarer Nähe befindet. Das kennt sich jeder :-) Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass es zwei verschiedene Arten von Hautzellen gibt. Zum einen welche die leichter und dadurch flüchtiger sind und welche die schwerer und klebriger. Diese beiden Arten verhalten sich sehr unterschiedlich: Die leichteren, flüchtigeren Zellen sind relativ windanfällig und werden, sobald sie den Körper verlassen nach oben steigen, da die Luft um den Körper herum meistens wärmer als die umgebende Luft ist. Ca. 40 cm über dem Kopf (abhängig von den Windverhältnissen) fallen sie wieder herab. Auf dem Boden angelangt treten sie dann aber meistens vermehrt auf. Diese Hautzellen sind aber nicht sehr langlebig und stellen relativ schnell die Geruchsbildung wieder ein. Die schwereren, klebrigen Hautzellen bleiben meistens nicht weit von dem eigentlichen Trail kleben. Sie sind durch ihre Größe und Klebrigkeit nicht so so abhängig von den Witterungsbedingungen und produzieren meistens länger den individuellen Geruch. So könnte man erklären, dass viele Hunde mit etwas älteren Trails (ca. 4-8 Std.) weniger Probleme haben als mit frischen Trails. Bei einem frischen Trail orientieren sich die Hunde meist an den kleineren, flüchtigeren Körperzellen und weichen daher teilweise recht weit von dem eigentlichen Trail ab.
Wie entsteht nun ein Trail?
Wie bereits oben beschrieben verliert jeder Mensch ständig Hautzellen. Je schneller man sich bewegt, umso mehr Hautzellen verliert man. Bleibt man nun an einer Stelle längere Zeit stehen, so sammelt sich dort eine größere Anzahl dieser Hautzellen an. (Geruchspool). Wenn eine Person also geht, hinterlässt dieser eine Art Duftwolke aus Geruchspartikeln, die nach und nach auf den Boden sinken. Diese Duftwolke bzw. die Stoffwechselprodukte der Geruchspartikel sind die Trail, die der Hund verfolgen wird. Eine Duftwolke zu erzeugen kann man nicht verhindern. Solange die Bakterien auf den Hautzellen Stoffwechsel betreiben, kann die Trail vom Hund wahrgenommen werden.
Wie lange kann man einen Trail verfolgen ?
Dafür sind hauptsächlich zwei Faktoren entscheidend: zum einen die bereits erwähnte Größe der Hautzellen. Je größer die Hautzellen umso länger haben die Bakterien Nahrung um einen Geruch zu bilden. Der andere Punkt ist die Umgebung insbesondere die Temperatur und die dort herrschende Feuchtigkeit. Beide Faktoren sind für die Bakterien notwendig, um Stoffwechsel zu betreiben. Ist es sehr heiß oder zu kalt, oder ist nicht genug Feuchtigkeit vorhanden, so stellen die Bakterien ihre Arbeit ein und es findet keine Geruchsproduktion mehr statt. Ideal Bedingungen zur Geruchsproduktion sind Temperaturen zwischen ca. 5 und 37 Grad, sowie ausreichend Feuchtigkeit. Es ist also nicht so, das der der Geruch im Laufe der Zeit kontinuierlich abnimmt, sondern es kann zu größeren Schwankungen kommen, die viel stärker von der Witterung abhängen als vom Alter der Trail. Es gibt Berichte darüber, das Hunde einen Trail verfolgt haben der bereits älter als 14 Tage war.
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